Mit der Pleite der ALPINE ist eine der größten Insolvenzen in der Geschichte Österreichs eingetreten. Schon seit langem waren die Zahlungsschwierigkeiten und das Ringen um eine erfolgreiche Sanierung der breiten Öffentlichkeit bekannt. Lieferanten, die ihre Kundenforderungen über Warenkreditversicherungen absichern, erhielten bereits frühzeitig Warnsignale von ihren Kreditversicherern und konnten auf die Schieflage ihres Kunden reagieren. Dieses stetige Monitoring der Kreditwürdigkeit von Kunden stellt die Kerndienstleistung eines Kreditversicherers dar; am Ende des Leistungsspektrums steht eine Entschädigungsleistung bei Zahlungsunfähigkeit versicherter Kunden.

Die Insolvenz der ALPINE steht in ihrer Größenordnung, in ihren möglichen Auswirkungen für die österreichische Volkswirtschaft und in der Anzahl der betroffenen Lieferanten für sich und illustriert die Sinn- und Notwendigkeit Forderungen, auch gegenüber vermeintliche „too-big-to-fail"-Großunternehmen, abzusichern. Die Kreditversicherung ist hierfür das geeignete Instrument, das aber professioneller Begleitung durch Experten wie A.C.I.C. bedarf: Kreditversicherer setzen für einzelne Kunden Kreditlimite fest, bis zu deren Höhe der Forderungsaußenstand versichert ist. Setzt ein Kreditversicherer ein Kreditlimit herab oder setzt er es gänzlich aus, so sollte der Außenstand abgebaut werden oder von einer weiteren Belieferung auf Ziel Abstand genommen werden. Soweit die Theorie, denn für den Lieferanten ist die Umstellung auf Vorauskassa bzw. die Verkürzung von Zahlungszielen, um den Außenstand zu reduzieren, kurzfristig nur eingeschränkt realisierbar. Der Umgang der Kreditversicherer mit dieser Problemstellung war im Falle der ALPINE sehr unterschiedlich und bedurfte auf Seiten der Versicherten oft professioneller Unterstützung durch A.C.I.C.

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