Der Handel in Österreich verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 Umsatzeinbußen in der Höhe von 1 Milliarde Euro. Im zweiten Halbjahr 2020 ist ein leichter Aufwärtstrend zu bemerken, welcher jedoch mit Vorsichtig zu betrachten ist.

Einfluss von Covid-19 auf den österreichischen Handel

Die Auswirkunken von Covid-19 haben den österreichischen Handel stark getroffen. Allein der Lebensmittelbereich konnte ein eindeutiges Umsatzwachstum verzeichnen. Die Bereiche der Bekleidung und Schuhe sind besonders stark von Umsatzrückgängen betroffen. Hier gilt oftmals bereits die Existenzgefahr. Doch auch andere Bereiche sind von dieser Gefahr bedroht.

Die nachstehende Grafik veranschaulicht die kumulierten Umsatzveränderungen im ersten Halbjahr 2020, aufgeteilt auf die unterschiedlichen Bereiche des österreichischen Handels, im Vergleich zum Vorjahr.

(Quelle: Raiffeisenzeitung, 10.09.2020)

Nicht aufholbare Verluste

Insgesamt verzeichnet der österreichische Handel im ersten Halbjahr einen Umsatzverlust von 1 Milliarde Euro. Das entspricht einer negativen Differenz von 3,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die seit kurzem stattfindende Erholung ist zwar positiv, sollte aber nicht die Tatsache überdecken, dass bei vielen Unternehmen die wirtschaftliche Lage noch immer sehr angespannt ist. Speziell die gestundeten Zahlungen an das Finanzamt und an die Sozialversicherung können für Unternehmen bei ausbleibenden Umsätzen zum Problem werden.

Neue Umsatzrückgänge befürchtet

Auch wenn die österreichische Wirtschaft wieder einen leichten Aufschwung erlebt, ist diese weiterhin stark gefährdet. Erneute Verschärfungen der Covid-19-Regelungen können weitere Umsatzeinbrüche bewirken. Des Weiteren ist noch unklar, ob und wann es eine wirksame Behandlung gegen Covid-19 geben wird. Klar ist jedoch, dass die Zukunft weiterhin im Ungewissen liegt und der österreichische Handel permanent Maßnahmen setzen muss, um die aktuelle Situation zu überstehen.

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